Terrarium
Grösse
Die Abmessungen des Terrariums müssen an die Größe des Tieres angepasst sein. Denn für viele Jungen ist ein Terrarium von 100 Zentimeter lang, 40 breit und 50 hoch perfekt für die ersten paar Monate. Dennoch muss man aufmerksam bleiben und sicherstellen, dass alle genug zu essen haben, und dass sie von der Hitze und UV-Strahlung profitieren können.
Wenn meine Bartagamen eine Größe von 15 Zentimetern erreichen, halte ich nicht mehr als drei pro Terrarium die gleichen Masse der Angabe oben.
Wenn meine drei Barties eine Größe von 20 Zentimetern überschritten haben, werde ich sie in ein größeres Terrarium umsetzen, dessen Abmessungen 180 Zentimeter lang, 75 breit und 90 hoch sind.
Nach dem Entwurf der Tierschutzverordnung (TSchV), herausgegeben vom Bundes-Veterinäramt der Schweiz (BVET), berechnet sich die Größe eines Terrariums für ein Paar Pogona Vitticeps wie folgt:
Fläche : 5 x 4 KL (KL bedeutet Körperlänge , und zwar bei Echsen die Kopf-Rumpflänge, ohne den Schwanz),
Höhe: 3 KL
Für ein Paar Bartagamen, mit einer KL von 18 cm (mein grösster Bock hat eine KL von 18 Zentimetern und eine Gesamtlänge von 44 cm), müsste das Terrarium folgende Dimensionen haben:
Länge: 90 cm
Breite: 72 cm
Höhe: 54 cm
Für jedes weitere Tier, sagt dieser Entwurf, soll die Oberfläche von 2 KL für die Länge und 2 KL für die Breite erhöht werden.
Für ein Trio mit eine KL von 18 cm (mein grösste Bock hat eine KL von 18 Zentimeter und eine Gesamtlänge von 44 cm), sollte das Terrarium folgende Abmessungen haben:
Länge : 126 cm
Breite : 108 cm
Höhe : 54 cm
Ich würde persönlich für ein Paar ein Terrarium von 150 Zentimeter lang, 60 breit und 80 hoch empfehlen.
Temperatur
Das Terrarium sollte einen thermischen Gradienten haben, d.h. einen warmen und einen kalten Punkt. Dies ist sehr wichtig, da Pogona Vitticeps poikilotherme Tiere (oder kaltblütige Tiere) sind, deren Stoffwechsel diese Temperaturunterschiede braucht, um korrekt zu funktionieren.
Die Temperatur des heißesten Punktes des Terrariums sollte bei 44 Grad Celsius (110 Grad Fahrenheit) liegen.
Die Temperatur des kältesten Punktes während des Tages sollte nicht über 29 Grad Celsius (85 Grad Fahrenheit) steigen.
Die Temperatur in der Nacht kann bis zu 16 Grad Celsius (60 Grad Fahrenheit) sinken. Denn die Nächte in der australischen Wüste sind frisch.
Luftfeuchtigkeit
Die Luftfeuchtigkeit sollte um die 40% sein. Ich versprühe einmal pro Woche lauwarmes Wasser. Wenn sich die Bartagamen häuten, dann sprühe ich sie direkt an.
Beleuchtung
Das Licht gehöhrt zu einem sogenannten elektromagnetischen Spektrum. Das Spektrum umfasst die Gamma-, Röntgen-, UV-, und Infrarotstrahlen, sowie Mikro- und Radiowellen.
Das menschliche Auge kann ausschliesslich die Strahlen mit einer Wellenlänge zwischen 400 und 700 Nanometern (nm) sehen. Dies bezeichnet man als "sichtbares Licht". Im Gegensatz zu einigen Tieren (vor allem Reptilien), können wir UV-Strahlen nicht sehen.

So liegen die UV in dem elektromagnetischen Spektrum:
Das UV-Strahlen lassen sich in 3 Kategorien einteilen:
UV-A Strahlen: dieses Licht ermöglicht Reptilien, ihre Umwelt besser zu sehen. Die UV-A kann Farben und Zeichnungen hervorbringen, die das menschliche Auge nicht sieht. Es fördert das soziale Verhalten, Appetit, die Aktivität im Allgemeinen und die Vermehrung der Reptilien (UV-A Strahlen stimulieren das Pineal-Auge (auch als drittes Auge bezeichnet). Es handelt sich um ein Organ der Wahrnehmung, das auf Grundlage des Schädels platziert ist). UV-A Strahlen werden durch normale im Handel erhältliche Glühbirnen erzeugt.
UV-B Strahlen: diese Strahlen ermöglicht es vielen Reptilien, Vitamin D3, in ihrem Organismus herzustellen. Dieses Vitamin wiederum optimisiert die Aufnahme von Calcium durch den Stoffwechsel. Wenn Barties zu wenig UV-B Strahlen ausgesetzt sind, bekommen sie ein Vitamin-D-Mangel und Störungen des Knochenwachstums (ostéofibrose). Eines der ersten Symptome dieses Mangels sind Zitter-Krisen. Die UV-B Strahlung kann auch zur Therapie bei Hautkrankheiten beim Menschen benutzt werden, wie zum Beispiel zur Bekämpfung der Psoriasis. Achtung: diese Strahlen gehen nicht durch alle Arten von Plastik, und auch nicht durch Glas. Es ist deshalb wichtig, das Licht im Inneren des Terrariums aufzustellen!
UV-C Strahlen: diese Strahlen sind schädlich. Glücklicherweise für uns ist sie durch die Ozonschicht natürlich gefiltert. Sie darf auf keinen Fall in ein Terrarium gelangen!
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass man in ein Terrarium Quellen von UVA und UVB zur Verfügung stellen muss. Als UV-A Quelle reicht eine Glühbirne oder ein Spot. Außerdem wird ein Spot auch eine Erhöhung der Temperatur in einer Ecke des Terrariums ermöglichen. Was die UV-B-Strahlung betrifft, kann man entweder Röhren kaufen (müssen alle sechs Monate ersetzt werden), oder Kompakt-Lampen (müssen jedes Jahr ersetzt werden). Ich verwende sowohl Röhren als auch kompakte Lampen mit einem Index von UV-B von mindestens 8.0. Es gibt auch Spots, die UVA und UVB kombiniert anbieten, und die auch Hitze geben. Ich habe dies aber noch nie selber ausprobiert.
Ich habe einen Tag-Nacht-Zyklus von jeweils 12 Stunden. Während des Nachtzyklus, sind die Beleuchtungs- und Heizungsquellen vollständig abgeschaltet.
Einrichtung
Die Einrichtung des Terrariums ist sehr wichtig. Der Barty muss einen Ort (Felsen, Zweig, ..) haben, um vom warmen Punkt und von der UV-Quelle profitieren zu können. Dennoch soll das Tier nicht mit der Heizlampe in Berührung kommen, damit er sich nicht verbrennt. Das Terrarium sollte auch einige Verstecke haben, sowie ein Ort mit weniger Beleuchtung.
Als Substrat benutze ich speziellen Sand aus einem Tiergeschäft. Es ist wichtig, Kot täglich zu entfernen, um zu vermeiden, dass sich Krankheiten entwickeln.
Ich stelle meinen Pogona Vitticeps eine Wassernapf zur Verfügung. Bei den Jungtieren nehme ich jeden Abend den Wassernapf aus dem Terrarium, um zu verhindern, dass sie im Wasser einschlafen und ertrinken. Trächtige Tiere könnten ausserdem ihre Eier direkt ins Wasser legen, und alle Eier wären verloren.




Yabo-concept